Goodiz

ideas & proofs for happiness and wellbeing

Monthly Archives: Februar 2015

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Trust. Love. Care.

Warum bist du Ranger geworden, frage ich Tyron (rechts) von der Impodimo Lodge im Madikwe-Ressort an der Grenze von Südafrika zu Botswana. “Ich habe schon als Junge gerne draussen gespielt, hatte Freude an den Tieren. Die Natur hat mich schon früh in ihren Bann gezogen”. Seine Mutter hat ihm empfohlen, das zu tun, was ihm Freude macht. Er hat sich seine Ranger-Ausbildung hart zusammengespart. Er ist 29 Jahre jung, ein begnadeter Ranger und toller Fotograf.

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Auch Sam der Trucker liebt seinen Beruf. Er hatte schon als Kind Spuren gesucht. Früher von Kühen und Schafen. Seit einigen Jahren von allen Tieren im Wildreservat Madikwe (75’000 Hektar Buschland), das 1991 eröffnet wurde. Mit der Operation “Phoenix” wurden zwischen 1991 und 1997 8000 Tiere im Park angesiedelt. Es ist die bisher grösste Umsiedelungsaktion der Welt.

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Im Resort gibt über 30 Lodges, davon sind 12 für die Öffentlichkeit zugänglich. Auf dem riesigen Gebiet gibt es alle bekannten grossen Tierarten und ca. 290 Vogelsorten. Tyrone kennt nicht nur “the big 5″, sondern zeigte auch bei den kleinsten Kreaturen ein unglaubliches Fachwissen.

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Trust: So nah wie noch nie. Es ist spätabends, dunkel. Wir sehen 4 Löwinnen und 1 Löwen. Sie sind hungrig. Sie machen sich in ein bestimmtes Gebiet auf. Der Jeep folgt. Der Ranger macht Motor/Licht aus. Wir warten. Da rechts vom Gefährt, 1 Meter nah, schleicht sich der Löwe voran, um die Jagd zu beginnen, links etwas weiter weg, baut sich eine Löwin auf. Das Männchen ist nicht sehr geübt (die Weibchen jagen meist); der Angriff geht schief. Drei Rhinos stehen vor uns. Sie könnten den Jeep problemlos umrennen, wenn sie starten würden. Die Elefantenherde mit Kleintieren; der alte Elefant, der Früchte vom Boden aufliest; die noch unerfahrenen Löwinnen, die einen Büffel jagen möchten; der Leopard am Wasser in Schrittnähe… Wir haben so viel gesehen, waren den Tieren so nah, weil wir einen tollen Ranger hatten und ihm vertrauen konnten.

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Love: Wer seinen Beruf liebt, muss nie mehr arbeiten gehen. Ranger Tyron und Trucker Sam lieben beide ihren Beruf. Sie kennen sich aus. Sie kennen die Tiere und können sie lesen. Sie suchen, finden und schützen die Tiere. Wir konnten ihnen vertrauen und sehen, mit welcher Liebe und Passion sie ihren Job machen.

Care: Beschützer der Kreaturen und der territorialen Zukunft. Ein Beispiel, das alles sagt: Tyrone findet am Weg eine tote Blindschleiche. “Das war mein erstes Tier”, zeigt er uns den Fund. Er rollt sie (obwohl tot) liebevoll zusammen und legt sie sachte ins nahe Gebüsch. Oder: Plötzlich ein Stopp. Da ist ein Chamäleon an der Strassenseite. Er holt es hoch und zeigt, wie sich die Farbe verändert. Thank you Tyron.

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Die Logde

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Impodimo ist keine Schicki-Micki-Logde oder ein 5-Sterne-Ressort mit für den Busch unnötigem Chi-Chi. Die schöne Lodge ist geschmackvoll und passend eingerichtet. die Menschen sind sehr freundlich, immer mit einem Lachen im Gesicht. Die Nähe zur Natur ist gross, das Essen schmeckt hervorragend.

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Nach der Safari (2x ca. 3.5 Stunden) wird man herzlich begrüsst, feuchtes Tuch zur Erfrischung und ein Apero. Hier z.B. Tomaten/Mozarella in Vodka getaucht und danach in grobes Salz. Schmeckt lecker. Danach ein 3-4 Gänge-Menu mit guten Weinen.

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Speziell auch: Es gibt keine Zäune. Die Tiere kommen teilweise sehr nahe zur Lodge. Der Ranger begleitet uns im Dunkeln ans Zimmer. Im Bild: wir hatten auf der Veranda Besuch von einem Elefanten.

goodiz: Beruf lieben und mit Glück auf solche Menschen treffen.

 

 

 

 

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The Big 5 + die anderen 300 Einzigartigkeiten

Natur pur, ganz nah bei den Tieren, unbeschreibliche Sonnenauf- und -untergänge, beste Luft, (fast nur) natürliches Licht: Wer noch nie auf Safari war, sollte es unbedingt einmal tun. In einem guten Ressort (siehe Beitrag Impodimo), das die Tiere und die Besucher pflegt. Sorgen (falls vorhanden) verfliegen mit dem Tempo des Jeeps und werden durch Ruhe und Staunen ersetzt.

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Zu Besuch bei Gott und Engelmann

Kein Witz: so heissen Patrick und Dirk wirklich. Und fast schon himmlisch ist die Atmosphäre im Cube Guesthouse in Hout Bay, 15 Minuten vom Zentrum in Kapstadt entfernt. Die beiden Hamburger haben vor vier Jahren die Elbe mit der pulsierenden Welle von Kapstadt getauscht und ein Guesthouse eröffnet. “Bewusst und noch nie bereut”, wie Dirk versichert.

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Wir haben uns davon überzeugt. Die Bilder auf der Webseite geben einen viel besseren Eindruck als meine Fotos: http://www.cube-guesthouse.com. Was man nicht lesen/sehen/riechen kann: hier gibt es gelebte und geliebte Gastfreundschaft pur. Dirk gibt die besten Tipps weiter und reserviert von Restaurant über Tee-Time zum Helikopterflug einfach alles, was das Herz begehrt oder begehren könnte. Die Nespressomaschine im Zimmer und der Cappucchino zum Frühstück brachten ein für uns wichtiges Stück Europa in das teegewohnte Südafrika. Chester (links) macht das beste Omelette der Welt und die selbstgemachten Konfitüren und Brote bezeugen ebenfalls den bewussten Lebensstil.

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Mehr zum Guesthouse habe ich auf Tripadvisor beschrieben. Interessant ist “the story behind”:

Sich selber glücklich gemacht

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Dirk und Patrick lieben Cape Town und das spürt man. Oft sind sie hierher in die Ferien geflogen. Beide erfolgreich in ihren Berufen und verankert in Europa. Beim einen Rückflug war Dirk gar nicht gut drauf, wie er mir erzählte. Sichtbar, denn der Typ beim Koffer-Scan fragte, was mit ihm los sei. “Ich muss zurück, aber ich will nicht”. Der Südafrikaner sagte: “Du bist der Boss, du bestimmst, was du willst”. Ein Satz, eine Fügung und etwas Vorbereitung und Dirk, Patrick und Golden Retriever Paul zogen vor vier Jahren mit Sack und Pack nach Hout Bay. “Wir hätten es schon früher tun sollen”, sagt Dirk. Sie sind happy und geben dieses Gefühl an die Gäste weiter.

Happiness is homemade!